Mit viel Geduld und Plan X in Hawaii gefinisht
Wenn man beim Ironman auf Hawaii startet hat man einen Plan, den hatte ich auch! Man braucht bei diesem Rennen aber sehr flexible Ausweichpläne. Diese baut man sich dann peu a peu während des Rennens zurecht.
Plan A ist das Rennen so zu gestalten, dass man besser oder mindestens genauso schnell wie beim 1. Mal auf Hawaii. Das war auch mein Plan A!.
Bei Schwimmen erschien mir Plan A durchaus realistisch zu sein. Ich hatte wenig Prügeleien und außer einen +/- großen Umweg war die Schwimmleistung in Ordnung.
Auf dem Rad geht es die erstem km immer sehr zügig zu und ich bekam erstmals Selbstzweifel, ob ich beim Sprint oder auf der Langdistanz bin. Doch mit zunehmender Renndauer legten sich diese Zweifel und es lief richtig, richtig gut. Man braucht Geduld bei den Rennen - viel Geduld. Am Wendepunkt war ich bereits nach 4:10 (inkl. Schwimmzeit) und freute mich auf die "Heimfahrt". Bis - ja bis plötzlich der bis stato fehlende Wind von Vorne kam. Und wenn der Wind auf dem Rückweg einmal von Vorne bläst, dann blaibt das auch so. Da können 80 km lang werden. Das drückte zwar die Radzeit etwas nach unten. Dennoch kann ich sagen dass es das erste richtig gute Radrennen dieses Jahr war.
Nach dem Radfahren lief es immer noch nach Plan A.
Als ich versuchte vom Rad abzusteigen merkte ich bereits,dass sich meine "Alten Leiden" zurückmeldeten. Nun gut, dann lief ich ganz locker los, in der Hoffnung das Ziehen im Oberschenkel würde sich bald legen. Man braucht ja Geduld auf Hawaii - viel Geduld. Nebenbei bemerkt - ich liebe die Sonne und ich mag es auch gern warm, aber auf dem Grill wird es sogar mir zu heiß. Und am Renntag war ich auf dem Grill ;) bei 45° C im Sxchatten, den es auf der Rennstrecke nicht gibt.
Plan A schien mir schon bald unrealsitisch zu werden und ich baute Plan B. Der hieß, so lange weiter laufen, bis sich dsa Ziehen im Oberschenkel beruhigt und dann Gas geben. Nach 15 km war mir langsam klar- auch PLan B wird nicht funktionieren. Plan C war schnell gebastelt. Das Ziel hieß dann - durch laufen und unter 11h im Tageslicht das Ziel erreichen. Doch leider ließ " mein Gestell" keine normal großen Laufschritte zu. Ganz im Gegenteil: ich musste immer kleinere Schritte machen um überhaupt weiter laufen zu können. Na gut - man braucht ja Geduld auf Hawaii - viel Geduld. Plan D musste bald her - "durchlaufen" egal wie- hauptsache Laufen. Nachdem die Schmerzen immer größer wurden statt weniger war irgendwann klar - auch Plan D wird schwierig. So bastelte ich mir Minute für Minute neue Pläne bis Plan X - " ins Ziel kommen" egal wie!. Ab km 32 war ein Ansteuern des Beines leider nicht mehr möglich. Mit Rücksicht auf den geschundenen Körper war es dann auch besser sich auf einen "schönen Abendspaziergang" auf dem Highway einzulassen. Ja man braucht Geduld auf Hawaii - viel Geduld ;). " Ich bin so lange gelaufen bis ich nicht mehr gehen konnte". Und das tat ich dann schön langsam. Was wäre denn Plan y und Plan Z gewesen? Plan Y war: " mit dem Medical-support" ins Ziel zu fahren. Plan Z wäre gewesen, aus dem Rennen auszusteigen. Beide Pläne kamen nicht in Frage! In Hawaii ist der Zieleinlauf Pflicht! Dafür habe ich mich viel zu viel für das Rennen geschunden, um das dann nicht zu erleben.





